zurück


Bericht | Vion Landshut beantwortet Anfrage zur Entblutung von Schweinen

Am 14.2.2017 hat uns das Landshuter Wochenblatt zur Einordnung eines Vorfall angefragt, der sich am 13.2.2017 im Vion Schlachthof Landshut ereignet hatte: Ein Schwein war bei dem Schlachtvorgang nicht ausreichend ausgeblutet, obwohl es nach der Betäubung fachgerecht gestochen wurde.
Im folgenden Abschnitt finden Sie Details der Presseanfrage und unsere Antwort.

• Vion Stellungnahme zur Medienanfrage

 

Die Stellungnahme der Stadt Landshut:

"Der Dringlichkeitsantrag von Stadträtin Hedwig Borgmann stimmt in seinen wesentlichen Aussagen nicht mit dem tatsächlichen Ablauf des „Vorfalls“ überein:

Laut dem Fleischhygieneamt der Stadt wurde das betreffende Schwein definitiv gestochen. Es handelte sich um eine Normalschlachtung mittels CO2. Das Schwein wurde gemäß Tierschutzgesetz und Tierschutzschlachtverordnung vorschrifts- und ordnungsgemäß geschlachtet. Während des Stechvorgangs waren vorschriftsmäßig zwei Mitarbeiter der Abteilung Stechen/Betäubung am Schlachtband. Der Stecher hat das Schwein gestochen; der Kontrolleur hat das Schwein auf Betäubungstiefe kontrolliert und dabei kein Aufwachen des Schweines festgestellt. Somit konnte vom Mitarbeiter festgestellt werden, dass keinem Schwein Schmerzen, Leiden oder tierschutzwidrige Schäden zugeführt wurden, sodass das Schwein dem weitergehenden Schlachtvorgang zugeführt werden konnte. Hier war – bei einem Schlachtvolumen von über 900.000 Schweinen im Jahr – einer der seltensten Vorfälle zu verzeichnen, nämlich dass das Gefäß nach Schnitteröffnung relativ rasch durch den Massedruck vom umgebenen Gewebe wieder schloss und dadurch die Ausblutung nicht vollständig beendet wurde. Das Schwein wurde als untauglich eingestuft und nicht zum menschlichen Verzehr freigegeben. Mit dem Verfahren des Fleischhygieneamtes, dem Stecher einen Kontrolleur, der den Betäubungserfolg prüft, zur Seite zu stellen, konnte ein zwar seltenes aber mögliches Aufwachen des gestochenen Schweins vor Erreichen des Brühtunnels verhindert werden."